Ohnmachtsutopien

Familiendramen.
Diverse sexuelle Übergriffe in U-bahnen, auf offener Straße, in Kneipen und in öffentlichen Schwimmbädern.
Gewaltaufmärsche.
Randale in Flüchtlingsheimen.
Anschläge auf Flüchtlingsheime
Totschlag.
Männer die ihre Frauen mit einem Seil ans Auto binden und durch die Straßen schleifen.
Amokläufer, die willkürlich Menschen niederschießen.
Mütter, die mit Benzin übergossen werden und angezündet werden.
Attentate.
Krieg.

Es gibt noch so viele schreckliche und verstörende Beispiele.

Ohnmacht macht sich breit. Ich bin ein guter Mensch, aber ich kann nichts dagegen tun. Aus Ohnmacht entsteht Wut. Was sind das für Menschen, die sowas tun? Sind das überhaupt noch Menschen? Was wollen die? Können die nicht weg? Ganz weit weg?

Und dann stehe ich da. Ich bin auch ein guter Mensch. Ich fühle die selbe Ohnmacht. Die selbe Wut auf die Täter. Es nützt aber den Opfern nichts. Es nützt absolut niemanden etwas. Ich verstehe eure Gedanken und eure Wut. Gemeinsam können wir die Welt verbessern.

Lasst uns Sprachbarrieren niederreißen. Wer immer in einem anderen Land ist, muss die dortige Sprache lernen. Wer dort leben möchte, sollte mehr als nur die Grundlagen beherrschen. Dazu sind Sprachschulen und Sprachlehrer notwendig. Das ist kein Zeichen von Arroganz Seiten des jeweiligen Landes. Es geht um aller Leben. Erst wenn ich kommunizieren kann, kann ich mich auch in Notfällen ausdrücken und Hilfe rufen.

Lasst uns vorleben, wie wir die Welt haben wollen. Wenn wir uns von Angst steuern lassen, dann wird es eben eine ängstliche Welt. Wenn wir uns von Gewalt steuern lassen, wird es eine gewalttätige Welt. Aber wenn wir mit Respekt behandelt werden möchten, so müssen wir jeden, auch und gerade den, den wir nicht mögen, mit Respekt behandeln. Auch dann, wenn wir sein Handeln wirklich nicht verstehen oder ablehnen.

Ich muss nicht alles tolerieren. Aber wenn ich will, dass ein Mensch schädliches Verhalten ablegt, bringe ich ihn nicht dazu, wenn ich ihn wie Dreck behandel. Ja, es ist schwer. Nein, es gelingt mir selbst nicht immer. Aber wir können daran arbeiten.

Wenn wir wollen, dass Menschen unsere Regeln eines friedlichen Miteinanders leben, dann müssen sie diese nicht nur kennen, sondern auch ihren Hintergrund verstehen. Je mehr Menschen wir das beibringen, desto erfolgreicher wird dieses Vorhaben.

Es gibt Menschen, die völlig irrational handeln. Impulsiv, (selbst)zerstörerisch, extremistisch, zusammengefasst: Bösartig. Es ist sehr schwer zu glauben, dass ein Mensch, der Böses tut, nicht zwingend böse ist. Und doch haben wir alle von dem Attentäter gehört, dessen Familie ihn nur als liebevoll beschreiben kann. Oder die Anhängerin einer Terrorgruppe, die sich aufopferungsvoll um Waisenkinder kümmert.
Hier kann psychische Hilfe manchmal Wunder bewirken. Viel Böses entsteht aus Angst. Angst vor dem zu kurz kommen, Angst vor dem Unbekannten, Angst vor Veränderung, Angst vor dem Tod, Existenzangst, Bindungsangst, Verlustangst. Wenn die Angst besiegt wird, bleibt keine Leere, dann bleibt ein gutes Leben.

Leider gibt es auch Menschen, deren Ängste zu stark sind oder deren Wille, an sich zu arbeiten zu schwach ist. Es bringt nichts, diese Menschen abzuschieben. Es bräuchte ein Netz von psychiatrisch auf dem neusten Stand stehenden, geschlossenen Einrichtungen weltweit, welche sich solcher Menschen annehmen. Wo Menschen mit völlig zerstörter Psyche (und diese können nach außen hin durchaus völlig gesund wirken) weiter behandelt werden. Auch wenn sie vielleicht nie wieder auf die Gesellschaft losgelassen werden können, gibt es keinen Grund, auch nur einen einzigen Menschen aufzugeben.
Mir ist klar, dass meine Vorstellungen utopisch sind, denn die heutige Gesellschaft ist in Wahrheit wenig an glücklichen und zufriedenen Menschen interessiert, sondern vor allem an Reichtum und Macht. Dennoch halte ich daran fest, denn schon manch unglaubliche Utopie der Vergangenheit wurde wahr.

„Denn jeder, der einen Menschen tötet, der gelte wie einer, der eine ganze Welt getötet hat. Und jeder, der das Leben eines Menschen rettet, der gelte wie einer, der eine ganze Welt gerettet hat.“ (Talmud)

Nachwort:
Ich habe meine Worte bewusst so gewählt, dass sie sowohl auf Aus- wie auch auf Inländer zutreffen. Menschen, die schlecht handeln gibt es überall, ebenso wie es überall Angst gibt. Es gibt aber auch überall gute Menschen. Und wenn wir eine gesamte Bevölkerungsgruppe – egal ob es sich hierbei um ein Land, eine Region oder eine Religionsgemeinschaft handelt – auf die schlechten Menschen reduzieren, bestrafen wir auch die guten Menschen und lassen sie immer mehr allein.

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Über Felis Saeva

Ü-35. Spirituelle Sanitäterin, heidnische Hexe, Runenwerferin, Baumschmuser, Buchstabenverdreher. Herzmensch, Piratenbraut und Katzensklavin. Herz und Seele vom Efeutraum (siehe Links). Liebe ist das Beste was wir geben und empfangen können.
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